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Peptid-Vergleich

Retatrutide vs. Tirzepatide

Retatrutide und Tirzepatide gehören beide zur Gruppe „Stoffwechsel & Inkretine“. Molekulargewicht: Retatrutide 4.731 Da, Tirzepatide 4.813 Da. Kettenlänge: 39 bzw. 39 Aminosäuren. Halbwertszeit laut Literatur: ~6 Tage (durch Fettsäure-Modifikation) bzw. ~5 Tage.

Retatrutide vs. Tirzepatide: die wichtigsten Unterschiede

Tirzepatide aktiviert zwei Rezeptoren (GIP und GLP-1), Retatrutide zusätzlich den Glukagon-Rezeptor. Die Glukagon-Komponente soll den Energieverbrauch und den Fettabbau in der Leber steigern, während GLP-1 und GIP vor allem Sättigung und Insulinfreisetzung beeinflussen. Tirzepatide ist als Mounjaro zugelassen; Retatrutide befindet sich in Phase-3-Studien. In der Phase-2-Studie erreichte Retatrutide nach 48 Wochen bis zu 24,2 % Gewichtsreduktion.

Retatrutide oder Tirzepatide: was eignet sich wofür?

Tirzepatide ist die Referenz für duale Inkretin-Wirkung mit großer klinischer Datenbasis. Retatrutide eignet sich für Fragestellungen zur zusätzlichen Glukagon-Rezeptor-Aktivierung, etwa zu Energieverbrauch und Leberfett. Direkte Vergleichsstudien stehen noch aus.

MerkmalRetatrutideTirzepatide
GruppeStoffwechsel & InkretineStoffwechsel & Inkretine
Sequenz39-Aminosäuren-Peptid mit C20-Fettsäure-Modifikation39 Aminosäuren mit C20-Fettsäure-Modifikation
SummenformelC₂₂₁H₃₄₂N₄₆O₆₈C₂₂₅H₃₄₈N₄₈O₆₈
Molekulargewicht4.731 Da4.813 Da
Aminosäuren3939
Halbwertszeit~6 Tage (durch Fettsäure-Modifikation)~5 Tage
HerkunftSynthetisch (Eli Lilly – klinische Entwicklung)Synthetisch (Eli Lilly – zugelassenes Arzneimittel)
MechanismusRetatrutide aktiviert gleichzeitig drei metabolische Rezeptoren: Inkretinrezeptor (Sättigung, Insulinsekretion), GIPR (Insulinsensitivität) und GCGR (Energieverbrauch, Lipolyse).Tirzepatide aktiviert sowohl den GIP- als auch den GLP-1-Rezeptor mit unterschiedlicher Potenz.
Forschungsfelder
  • Dreifacher Agonismus an GLP-1-, GIP- und Glucagon-Rezeptoren
  • Phase-2-Studie: bis zu 24,2 % Gewichtsreduktion nach 48 Wochen
  • Verzögerung der Magenentleerung und Reduktion der Nahrungsaufnahme
  • Verbesserung der glykämischen Kontrolle bei Typ-2-Diabetes
  • Dualer Agonismus an GIP- und GLP-1-Rezeptoren – synergistischer Effekt
  • Bis zu 22,5 % Gewichtsverlust in SURMOUNT-Studien
  • Überlegene HbA1c-Senkung im Vergleich zu Semaglutide (SURPASS-Studien)
  • Verbesserung von Leberfettwerten und kardiovaskulären Markern
StudienAlle PubMed-Studien durchsuchen ↗Alle PubMed-Studien durchsuchen ↗

Als Referenzmaterial bei Peptika

Häufige Fragen zum Vergleich

Was ist der Unterschied zwischen Retatrutide und Tirzepatide?

Retatrutide aktiviert gleichzeitig drei metabolische Rezeptoren: Inkretinrezeptor (Sättigung, Insulinsekretion), GIPR (Insulinsensitivität) und GCGR (Energieverbrauch, Lipolyse). Tirzepatide aktiviert sowohl den GIP- als auch den GLP-1-Rezeptor mit unterschiedlicher Potenz. Beide gehören zur Gruppe „Stoffwechsel & Inkretine“.

Was ist besser: Retatrutide oder Tirzepatide?

Das hängt von der Forschungsfrage ab. Tirzepatide ist die Referenz für duale Inkretin-Wirkung mit großer klinischer Datenbasis. Retatrutide eignet sich für Fragestellungen zur zusätzlichen Glukagon-Rezeptor-Aktivierung, etwa zu Energieverbrauch und Leberfett. Direkte Vergleichsstudien stehen noch aus.

Welches Molekulargewicht haben Retatrutide und Tirzepatide?

Retatrutide: 4.731 Da (C₂₂₁H₃₄₂N₄₆O₆₈). Tirzepatide: 4.813 Da (C₂₂₅H₃₄₈N₄₈O₆₈).

Gibt es Retatrutide und Tirzepatide als Referenzmaterial?

Retatrutide ab 79,90 € (inkl. MwSt.); Tirzepatide ab 59,90 € (inkl. MwSt.). Mit Prüfbericht je Charge.

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Weitere Vergleiche

Nur für Forschungs- und Laborzwecke. Die Angaben fassen die verlinkten Lexikon-Steckbriefe zusammen und sind keine Empfehlung zur Anwendung am Menschen.