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Forschung & Studien · Peptid-Grundlagen · Vergleiche

GH-Achse im Vergleich: Ipamorelin, CJC-1295 & Tesamorelin

Peptika Redaktion · Veröffentlicht · Aktualisiert · 3 Min. Lesezeit

GH-Achse im Vergleich: Ipamorelin, CJC-1295 & Tesamorelin

Ipamorelin, CJC-1295 und Tesamorelin gehören zu den am häufigsten untersuchten Peptiden rund um die Wachstumshormon-Achse (GH). Sie verfolgen dasselbe Forschungsziel – die Stimulation der körpereigenen GH-Ausschüttung – setzen aber an unterschiedlichen Rezeptoren an: Ipamorelin als Ghrelin-/GHS-R-Agonist, CJC-1295 und Tesamorelin als GHRH-Analoga.

Was unterscheidet GHS und GHRH-Analoga?

Ipamorelin imitiert das Hormon Ghrelin und bindet den GHS-Rezeptor 1a. CJC-1295 und Tesamorelin imitieren dagegen das Wachstumshormon-freisetzende Hormon (GHRH) und binden den GHRH-Rezeptor der Hypophyse. Beide Wege führen zur GH-Freisetzung, aktivieren aber unterschiedliche Signalkaskaden – weshalb GHS und GHRH-Analoga in der Forschung häufig kombiniert betrachtet werden.

Wie wirken die drei im Detail?

Ipamorelin gilt als hochselektives Pentapeptid, das GH ohne nennenswerte Begleitausschüttung von Cortisol oder Prolaktin freisetzt. CJC-1295 ist ein GHRH-Analogon, das in der Variante mit DAC (Drug Affinity Complex) eine stark verlängerte Halbwertszeit aufweist. Tesamorelin ist ein stabilisiertes GHRH(1-44)-Analogon mit Hexenoyl-Modifikation und das klinisch am besten charakterisierte der drei – vor allem in der Viszeralfett-Forschung.

Was zeigt die Forschung?

Ipamorelin wurde von Raun et al. (1998; PMID: 9849822) als selektives GH-Sekretagogum charakterisiert. Für CJC-1295 zeigten Teichman et al. (2006, J Clin Endocrinol Metab) eine anhaltende Erhöhung von GH und IGF-1. Tesamorelin reduzierte in der Studie von Falutz et al. (2007; PMID: 18057338) das viszerale Fettgewebe deutlich. Damit decken die drei Peptide unterschiedliche, gut dokumentierte Facetten der GH-Forschung ab.

Vergleichstabelle: Ipamorelin vs. CJC-1295 vs. Tesamorelin

Eigenschaft Ipamorelin CJC-1295 Tesamorelin
Klasse GHS (Ghrelin-Mimetikum) GHRH-Analogon GHRH-Analogon
Rezeptor GHS-R1a GHRH-Rezeptor GHRH-Rezeptor
Besonderheit hohe Selektivität lange Halbwertszeit (mit DAC) klinisch am besten belegt

Welche Kombination untersucht die Forschung?

Häufig wird ein GHRH-Analogon (CJC-1295 oder Tesamorelin) mit einem GHS (Ipamorelin) kombiniert, da beide Rezeptorwege die GH-Ausschüttung additiv verstärken können. Steckbriefe: Ipamorelin, CJC-1295 und Tesamorelin; im Shop verfügbar sind Ipamorelin und Tesamorelin.

Oral und nicht-peptidisch: Eine Sonderstellung nimmt MK-677 (Ibutamoren) ein – ein oral aktiver, nicht-peptidischer GHS-R-Agonist, der mechanistisch dem Ipamorelin nahesteht, aber deutlich länger wirkt und – anders als die hier verglichenen Peptide – kein Peptid ist.

Dieser Beitrag dient ausschließlich Forschungs- und Informationszwecken. Die beschriebenen Verbindungen sind nicht für die menschliche Anwendung bestimmt.

Im Shop: CJC-1295 kaufen (5 mg & 10 mg) · Ipamorelin · Tesamorelin.

Zulassung und Dopingstatus

Ipamorelin CJC-1295 Tesamorelin
Zulassung keine keine USA seit 2010 (Egrifta) gegen Bauchfett bei HIV-Lipodystrophie; in der EU nicht zugelassen
Klinische Daten Phase-2-Studien (postoperative Darmlähmung) ohne Durchbruch kleine Studien an Gesunden Zulassungsstudien mit mehreren hundert Teilnehmenden
WADA-Liste S2 (Ghrelin-Mimetika) S2 (GHRH-Analoga) S2 (GHRH-Analoga)

CJC-1295 mit oder ohne DAC

Unter dem Namen CJC-1295 werden zwei verschiedene Substanzen angeboten:

  • CJC-1295 mit DAC (Drug Affinity Complex): Eine Bindungsgruppe lässt das Peptid an Albumin im Blut binden. In einer Studie an gesunden Erwachsenen (Teichman et al., 2006) lag die Halbwertszeit bei etwa 6–8 Tagen.
  • CJC-1295 ohne DAC (auch „Mod GRF 1-29“): ein stabilisiertes GHRH-Fragment mit einer Halbwertszeit von etwa einer halben Stunde.

Beim Vergleich von Studien und Produkten ist deshalb immer zu prüfen, welche Form gemeint ist. Mehr: CJC-1295 und Tesamorelin.

Häufige Fragen

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