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Forschung & Studien · Peptid-Grundlagen

Peptide in Creme und Serum: Welche Peptide in der Hautpflege untersucht sind

Peptika Redaktion · Veröffentlicht · 2 Min. Lesezeit

Peptide in Creme und Serum: Welche Peptide in der Hautpflege untersucht sind

Peptide gehören zu den bekanntesten Wirkstoffgruppen moderner Hautpflege. Auf Verpackungen steht oft nur „mit Peptiden“, dahinter verbergen sich aber sehr unterschiedliche Moleküle. Dieser Artikel erklärt, welche Peptide in Cremes und Seren eingesetzt werden, was Studien zu ihnen zeigen und wie man sie auf der Inhaltsstoffliste erkennt.

Vier Gruppen kosmetischer Peptide

In der Fachliteratur werden kosmetische Peptide meist in vier Gruppen eingeteilt (Gorouhi und Maibach, 2009):

Gruppe Idee Beispiel (INCI-Name)
Signalpeptide sollen Hautzellen zur Bildung von Kollagen anregen Palmitoyl Pentapeptide-4 (Matrixyl), Palmitoyl Tripeptide-1
Trägerpeptide transportieren Spurenelemente wie Kupfer in die Haut Copper Tripeptide-1 (GHK-Cu)
Neurotransmitter-Peptide sollen die Muskelkontraktion bei Mimikfalten abschwächen Acetyl Hexapeptide-8 (Argireline), Acetyl Octapeptide-3 (SNAP-8)
Enzymhemmende Peptide sollen den Abbau von Kollagen bremsen z. B. Peptide aus Soja- oder Reisprotein

Was Studien zeigen

  • Palmitoyl Pentapeptide-4: In einer placebokontrollierten Studie über zwölf Wochen verbesserte eine Creme mit dem Signalpeptid sichtbare Zeichen lichtbedingter Hautalterung, etwa feine Linien (Robinson et al., 2005).
  • Argireline: Das Hexapeptid hemmt in Laborversuchen die Bildung des SNARE-Komplexes, der für die Freisetzung von Botenstoffen an Nervenenden nötig ist. Eine kleine Studie beschrieb eine Abnahme der Faltentiefe (Blanes-Mira et al., 2002). Die Wirkung ist deutlich schwächer als bei ärztlich injiziertem Botulinumtoxin.
  • SNAP-8: eine um zwei Aminosäuren verlängerte Weiterentwicklung von Argireline mit demselben Wirkprinzip. Mehr: SNAP-8 im Lexikon.
  • GHK-Cu: das am breitesten untersuchte Peptid der Gruppe; Studien mit Cremes beschreiben eine höhere Hautdichte und weniger feine Linien (Übersicht: Pickart und Margolina, 2018). Mehr: GHK-Cu Anwendung und Dosierung.

Die Grenzen: Viele Studien sind klein, kurz und vom Hersteller finanziert, und Peptide dringen als große, wasserlösliche Moleküle nur begrenzt in die Haut ein. Fettsäure-Reste wie „Palmitoyl“ im Namen sollen das Eindringen verbessern.

Peptide auf der INCI-Liste erkennen

Peptide stehen unter ihrem INCI-Namen auf der Verpackung. Typische Bestandteile des Namens sind „Peptide“, „Tripeptide“, „Tetrapeptide“, „Pentapeptide“ oder „Hexapeptide“, oft mit einem Vorsatz wie „Palmitoyl“ oder „Acetyl“. „Copper Tripeptide-1“ ist das Kupferpeptid GHK-Cu.

Nicht verwechseln: Kollagenpeptide in Pulvern und Kapseln sind Bruchstücke von Kollagen zum Einnehmen. Sie sind etwas völlig anderes als die Signalpeptide in Cremes.

Peptide mit Retinol, Vitamin C und Säuren kombinieren

  • Retinol: Peptide und Retinol werden häufig kombiniert und gelten als gut miteinander verträglich.
  • Vitamin C und Fruchtsäuren: Stark saure Produkte können Kupferpeptide aus ihrem Komplex lösen. Für GHK-Cu wird deshalb oft empfohlen, saure Wirkstoffe zu einem anderen Zeitpunkt aufzutragen.
  • Reihenfolge: Wässrige Seren mit Peptiden werden meist vor reichhaltigeren Cremes aufgetragen.

Forschung mit reinen Peptiden

Für Zellkultur- und Hautmodelle werden Peptide als hochreines Referenzmaterial eingesetzt, etwa GHK-Cu, AHK-Cu oder SNAP-8, mit Laborbericht je Charge. Kosmetische Fertigprodukte sind sie nicht.

Häufige Fragen

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Quellen

  1. Gorouhi F, Maibach HI. Role of topical peptides in preventing or treating aged skin. Int J Cosmet Sci. 2009;31(5):327–345.
  2. Robinson LR et al. Topical palmitoyl pentapeptide provides improvement in photoaged human facial skin. Int J Cosmet Sci. 2005;27(3):155–160.
  3. Blanes-Mira C et al. A synthetic hexapeptide (Argireline) with antiwrinkle activity. Int J Cosmet Sci. 2002;24(5):303–310.
  4. Pickart L, Margolina A. Regenerative and Protective Actions of the GHK-Cu Peptide in the Light of the New Gene Data. Int J Mol Sci. 2018;19(7):1987.
  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/?term=topical%20peptides%20skin%20aging

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